Tourismus-Statistik: Die Schlüsselzahlen

Etwa die Hälfte der Gäste in Ostbelgien sind Inländer: In Belgien gelten wir als attraktives Naherholungsgebiet. Dabei stellen die Flamen die stärkste Gruppe dar – rund 60 Prozent. Niederländisch und Französisch bleiben Schlüsselkompetenzen jedes Gastgebers - für heimatverbundene Weltbürger wie uns kein Problem!

Reisemärkte

E-Bike Büllingen
Copyright: Tourismusagentur Ostbelgien TAO, ostbelgien.eu

Das Inland bleibt unser größter Markt. Doch die letzten Jahre zeigen, dass Produkte wie die Vennbahn, das Wander-Knotenpunktsystem, der Stoneman und das Marketing der TAO mehr und mehr neue Märkte erschließen. Und das ist gut so: Denn eine touristische Faustregel sagt, dass Gäste im Auslandsurlaub durchschnittlich mehr Geld ausgeben als im Inland.

Die neuen Gäste kommen vor allem aus den Niederlanden und Deutschland. Darauf müssen wir uns einstellen: Während der deutsche Gast anspruchsvollen Service schätzt, legt der niederländische Gast mehr Wert auf familienfreundliches Ambiente – selbst dann, wenn die Kinder zu Hause geblieben sind.

Schlüsselzahlen

Die Tourismusstatistik belgienweit erhebt der Föderale Dienst Wirtschaft, K.M.B., Mittelstand und Energie, kurz FÖD Wirtschaft. Jedoch werden die Zahlen der Ferienwohnungen nur als Stichprobe angefragt – sind also in den offiziellen Statistiken nicht komplett erfasst.

Für Ostbelgien mit seinem großen Anteil an touristischen Betten in der Kategorie Ferienwohnung gehen wir davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen für Übernachtungen, Ankünfte und Verweildauer höher liegen. Aber wir rechnen uns die Zahlen nicht schön – das liegt nicht in unserer Natur. Daher:

Offizielle Schlüsselzahlen 2019 für die neun deutschsprachigen Gemeinden

Einwohnerzahl 77.949
Ankünfte

196.634  (2018: 182.738)

2,3 Touristen pro Einwohner

Übernachtungen 450.547 (2018: 396.133)
Verbleib durchschnittlich 2,29 Nächte
Anteil Inlandsmarkt Ankünfte 60%
Einnahmen nur aus Übernachtungstourismus 33,5 Mio. Euro
Bruttowertschöpfung aus Gastgewerbe insges. 38,5 Mio. Euro (2018)

Quellen: FÖD Wirtschaft, ADG, OstbelgienStatistik.be, Institut für Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Kapazität

Über 6.000 touristische Betten stehen Gästen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft zur Verfügung.  Das Angebot ist breit aufgestellt – wie das Kuchendiagramm zeigt:

Quelle: MDG, 2020

Obwohl die Hotels nur 26 Prozent aller Betten anbieten: 46 Prozent der Nächte in Ostbelgien werden im Hotelbett verbracht.

Saisonalität

In der Deutschsprachigen Gemeinschaft beginnt die Vorsaison im April. Hochsaison ist während der Schulferien im Juli und August. Die Nachsaison geht immerhin bis Oktober. Erst im November brechen die Buchungen ein, lagen aber 2019 immer noch über den Zahlen vom März. Tendenziell belegen die Zahlen, dass die Hauptsaison weniger ausgeprägt ist als in vielen anderen Urlaubsregionen. Die Hauptaktivitäten Wandern und Radfahren beleben deutlich die Nebensaison.

Quelle: statbel/IWEPS 2020

Daten pro Gemeinde, Unterkunftskategorie oder Komfortstufen stellen wir gerne auf Nachfrage zur Verfügung.