Touristische Informationsstelle

Eine touristische Informationsstelle – oder Tourist-Info – ist ein frei zugänglicher lokaler Anlaufpunkt für Touristen. Träger können Gemeinden, ein Dachverband, eine Stiftung oder eine VoG sein.

Im Wandel – aber unverzichtbar

Touristen informieren sich immer öfter vorab im Internet über die Urlaubsregion. Dennoch belegen die Statistiken der Info-Stellen in Ostbelgien, dass Gäste weiterhin persönliche Orientierung, individuelle Tipps und gezielte Informationen suchen. Auch hier wird die Online-Kommunikation zunehmend wichtiger. Das Dekret zur Förderung des Tourismus legt daher größeren Wert auf Kompetenz und Service der Info-Stellen.

Mindestens einmal jährlich organisiert der Fachbereich für das Personal der bezuschussten Informationsstellen einen Studientag. Hier werden neue Projekte vorgestellt sowie aktuelle Statistiken, Trends und Themen besprochen.

Darüber hinaus bezuschusst die Deutschsprachige Gemeinschaft relevante Weiterbildungen des Personals.

Welche Mindestanforderungen gelten für touristische Informationsstellen?

  • Sie bietet kostenfreie und aktuelle Grundinformationen über die Region und die Gemeinde(n) an;
  • Sie bietet Kartenmaterial und Reiseführer zum Verkauf an;
  • Sie ist gut beschildert und erkennbar: Der Bezug zur Naturerlebnisregion Ostbelgien ist deutlich;
  • Sie beschäftigt Personal, das mindestens eine Weiterbildung pro Jahr absolviert und das den Gästen in deutscher, französischer und niederländischer Sprache behilflich sein kann;
  • Sie ist im Internet präsent mit mindestens den Öffnungszeiten, Kontaktangaben und einem Link zur Tourismusagentur Ostbelgien;
  • Sie erstellt Besucherstatistiken gemäß den Vorgaben der Regierung;
  • Das Gebäude, in dem sich die Infostelle befindet, ist barrierefrei gestaltet. Hierfür gilt eine Übergangsfrist bis zum 1. Januar 2022. 

Eine touristische Informationsstelle, die Zuschüsse seitens der Deutschsprachigen Gemeinschaft erhalten möchte, muss zudem die Bedingungen für eine von drei Kategorien erfüllen. Der Zuschuss ist pauschal für Personal- und Funktionskosten. Die Bedingungen werden vom zuständigen Fachbereich kontrolliert.

Kategorien für den Funktions- und Personalzuschuss

Eine Informationsstelle der Kategorie 3

  • verfügt für Empfang und Information der Touristen über Personalressourcen, die mindestens einer Halbzeitstelle entsprechen;
  • kann einer touristischen Anlaufstelle, wie etwa einem Museum oder einem Naturpark, angeschlossen sein;
  • ist an mindestens 110 Tagen im Jahr geöffnet, auf jeden Fall freitags und samstags sowie in den Sommerferien auch sonntags und zu lokal wichtigen Veranstaltungen.

Eine Informationsstelle der Kategorie 2

  • verfügt für Empfang und Information der Touristen über Personalressourcen, die mindestens einer Vollzeitstelle entsprechen;
  • ist in eigens dafür eingerichteten Räumlichkeiten untergebracht;
  • ist an mindestens 265 Tagen im Jahr geöffnet, auf jeden Fall freitags und samstags sowie in den Sommerferien auch sonntags und zu lokal wichtigen Veranstaltungen.

Eine Informationsstelle der Kategorie 1

  • verfügt für Empfang und Information der Touristen über Personalressourcen, die mindestens zwei Vollzeitstellen entsprechen;
  • organisiert sich als Markenkontaktpunkt der Naturerlebnisregion Ostbelgien und der Erlebniswelt. Das Informations- und Beratungsangebot deckt mehr als eine Gemeinde ab;
  • ist in eigens dafür eingerichteten Räumlichkeiten untergebracht;
  • verfügt über einen Innenraum mit Sitzmöglichkeiten, der so gestaltet ist, dass sich Personen mit eingeschränkter Mobilität bewegen können;
  • verfügt über Sanitäranlagen für Touristen mit mindestens einem Behinderten-WC;
  • ist an mindestens 265 Tagen im Jahr geöffnet, auf jeden Fall freitags und samstags sowie in den Sommerferien auch sonntags und zu lokal wichtigen Veranstaltungen.