NetzWerk-Abend Tourismus am 1. April 2019

„Was digitalisiert werden kann, wird auch digitalisiert“

„Die Welle kommt – auch dann, wenn Sie die Augen zu machen“, stellte Referent Martin Schmitz unmissverständlich klar. Rund 70 Gäste aus allen Bereichen des Tourismussektors ließen Augen und Ohren offen: Sie erlebten einen Redner, der immer wieder vom Grundsätzlichen auf die ganz praktische Ebene zu wechseln wusste.

Martin Schmitz zum Thema Kundenbewertungen, ©MDG

Das Thema waren die Kundenbewertungen im Internet, die im Horeca- und Gastgewerbe längst Alltag sind. Doch sind Kundenbewertungen nur ein Aspekt der Digitalisierung, der gerade den Tourismus so schnell verändert, wie kaum einen anderen Sektor.

Klar, man muss und kann als kleiner Betrieb nicht alle Trends mitmachen. Aber einem Phänomen wie den Kundenbewertungen auf den großen Internetplattformen kann man sich kaum verschließen.

Wie also damit umgehen? Wie kann ich mein Ranking zur Kundenzufriedenheit im Netz verbessern? Vor allem: Wie mache ich aus dem Gast einen Fan – und wie bringe ich den Gast dazu, für mich die Werbung zu machen?

Dieses Thema interessierte die Gäste des diesjährigen „NetzWerk-Abend Tourismus“ in St. Vith. Und Martin Schmitz spannte einen guten Bogen vom allgemeinen Trend auf konkrete, praxisnahe Tipps.

„Ich nehme immer was mit“

Reger Austausch auf dem NetzWerk-Abend 2019, ©MDG

Während des informellen Teils des Abends wurde lebhaft weiter diskutiert: Selten hat ein Vortragsthema so viele Fragen aufgeworfen und zum Erfahrungsaustausch unter den Gästen angeregt.

Mittlerweile kann der NetzWerk-Abend auch auf „Stammgäste“ zählen: „Wir versuchen immer, zu dem Abend zu kommen. Ich nehme immer was für meinen Betrieb mit und ich treffe Kollegen, die ich sonst nicht so sehe,“ beteuert ein Unterkunftsbetreiber.

Und die Geschäftsführerin einer Touristenattraktion ergänzt: „Ich finde das eine gute Einrichtung. Das muss man unterstützen.“ Traditionell findet der NetzWerk-Abend alljährlich in St. Vith statt, in der Regel im März.

Tourismus und Regionalentwicklung

Ausblick auf anstehende Projekte im Tourismus, ©MDG

Eröffnet wurde der Abend durch die Tourismusministerin der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Diese verwies vor allem auf die interdisziplinäre Rolle des Tourismus in der Regionalentwicklung und damit im Regionalen Entwicklungskonzept Ostbelgiens.

Und so gab sie einen Ausblick auf anstehende Projekte in der touristischen Produktentwicklung, vor allem in den Bereichen Wandern und Mountainbike. Über die Zukunft des Regionalen Entwicklungskonzeptes entscheidet die neue Regierung. Es würde 2020 in die dritte und letzte Runde gehen.